Aktuell befinden sich Elektrofahrzeuge im Übergang von der Anfangsphase zur fortgeschrittenen Phase, also von der Elektrifizierungsära 1.0 zur vernetzten und intelligenten Ära 2.0. Sie werden intelligente Städte und deren Kernkomponenten stärken. Die innovative Entwicklung von Wertschöpfungsketten wie Batterieherstellung und Lithiumgewinnung kann nicht nur das Nutzererlebnis verbessern, sondern auch zur gesellschaftlichen Steuerung beitragen und die Sozialwirtschaft grundlegend verändern. Intelligente Netzwerkverbindungen werden daher ein entscheidender Wettbewerbsfaktor im Bereich der Elektrofahrzeuge sein. Anstatt beispielsweise ein flächendeckendes Lade- und Wechselnetz für die Elektrifizierung des Automobilsektors aufzubauen, können intelligente Netzwerkverbindungen die dynamische Zuordnung von Fahrzeugen zu Ladestationen effektiv lösen und peinliche Situationen wie stundenlange Ladeschlangen an Autobahnraststätten vermeiden.
Da sich neue Energiefahrzeuge derzeit von einer Phase der Zweiradantriebsstrategie, die von Politik und Markt geprägt ist, hin zu einer Phase der vollständigen Marktorientierung entwickeln, hat sich Software – im Vergleich zur ersten Hälfte der Energiewende von Öl zu Elektrizität – zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor für Automobile und Antriebskomponenten entwickelt. Konzepte und Kategorien haben sich gewandelt: Leistungshalbleiter und andere Kernkomponenten, aber auch Rechenplattformen, Sensoren, Lidarsysteme, Steuergeräte, Fahrzeugsteuerungssysteme, hochauflösende Karten, vernetzte Kommunikationssysteme, Bedienplattformen, Spracherkennung und weitere Software sind zu einem wichtigen Bestandteil der Wertschöpfungskette geworden. Wie China seine Führungsposition im Bereich der neuen Energiefahrzeuge weiter ausbauen kann, ist eine Herausforderung, der sich alle Beteiligten direkt stellen müssen.
Es ist anzumerken, dass Chinas neue Energiefahrzeuge zwar ihre Grundlage und Entwicklung in den Bereichen Informatisierung, Vernetzung und künstliche Intelligenz gefunden haben, aber auch einige Probleme zutage getreten sind. Dazu gehören die Abhängigkeit von Batteriematerialien von Importen, die noch nicht ausgereifte Technologie des autonomen Fahrens sowie unzureichende Sicherheitskontrollen, unvollständige Gesetze und Verordnungen.
Wenn China also die Innovation und Modernisierung der Wertschöpfungskette für neue Energiefahrzeuge hin zu einer intelligenten Vernetzung erreichen will, kann es von den Erfahrungen und Praktiken der Anfangsphase dieser Wertschöpfungskette lernen: Alle Beteiligten müssen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Offenheit weiter fördern und die Schwachstellen schrittweise überwinden. So entsteht eine stabile und effiziente Lieferkette und ein entsprechendes industrielles Ökosystem. Die Forschung und Entwicklung neuer Kernkomponenten muss weiterhin Priorität haben, um eine starke Basis und solide Basis zu schaffen. Der innovative Einsatz digitaler Technologien wie der „Big Cloud Mobile Smart Chain“ muss beschleunigt und eine kollaborative Infrastruktur für Mensch, Fahrzeug und Straßennetz aufgebaut werden. Es gilt, aktiv nach Automobilprodukten für verschiedene Anwendungsbereiche zu suchen und auf die vielfältigen Marktanforderungen zu reagieren.
Veröffentlichungsdatum: 30. Oktober 2021
